Healthcare

Mit einem Anteil von ca. 10-17 Prozent der Gesundheitsausgaben am jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (Deutschland: 11 Prozent) bildet der Gesundheitssektor nicht nur einen der größten, sondern vor allem auch einen der komplexesten Wirtschaftsbereiche. Dies liegt nicht nur an Vielzahl und Unterschiedlichkeit der beteiligten Institutionen, sondern vor allem auch an der einzigartigen Trennung zwischen Leistungserbringern, Leistungsempfängern („Patienten“), und Leistungsträgern in einem hochregulierten Umfeld. Wir kennen die unterschiedlichen Leistungserbringer von ambulanter und stationären Versorgung bis hin zu multinationalen Pharma- und Medizintechnikunternehmen mit ihren spezifischen Marktzugangsbedürfnissen aus unserer mehr als 20jährigen Tätigkeit in diesem Sektor.

Wir verstehen die Interessen und Arbeitsweisen von GKV und PKV als zentralen Leistungsträgern ebenso wie die regulatorischen Rahmenbedingungen. Und nicht zuletzt erfassen wir den sich „digitalisierenden“ Patienten, der aktiver mitentscheidet als je zuvor. Damit sind wir qualifizierte Partner mit Blick „über den Tellerrand“ hinaus, wenn es um die Entwicklung konkreter Strategien und Geschäftsmodelle im Gesundheitsbereich geht. Und ganz unabhängig von der Entwicklung neuer Strategien und Geschäftsmodelle befähigt uns unsere Gesundheits-Branchenexpertise auch, bei Projekten in unserem Kompetenzfeld Transformation Handlungsalternativen rasch und mit besonderem Gespür für die Wirkung auf andere Marktteilnehmer zu entwickeln und zu bewerten.

Neuausrichtung digitaler Services unter Berücksichtigung des Digital-Versorgung-Gesetz (DVG)

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Das Ende 2019 erschienene Digitale-Versorgung-Gesetz bietet insbesondere für Hersteller digitaler Services und Produkte, wie Pharma- und Medizintechnikunternehmen, die Möglichkeit der Nutzung eines strategischen Vorteils gegenüber Wettbewerber. Durch die Einführung sogenannter digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) besteht die Möglichkeit gesundheitsbezogene Apps vollumfänglich über die gesetzliche Krankenkasse erstatten zu lassen. Der  Vertrieb solcher gelisteter DiGA erfolgt über einen Gatekeeper (Arzt oder Krankenkasse) und bietet Herstellern einen neuen, vertrauenswürdigen und patientennahen Vertriebskanal.

 

Auf Basis unserer fundierten Projekterfahrung im Digitalisierungs- und Industrieumfeld unterstützen wir Klienten bei der Ausrichtung einer patientenorientierten Digitalstrategie unter Einbeziehung möglicher DiGA-Kandidaten. Dabei umfasst unser Leistungsportfolio den gesamthaften Produktprozess von der Ideenfindung und -bewertung über das Business Modell bis zur Zertifizierung und Aufnahme der Lösung in den Erstattungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. 

Programme zum Aufbau digitaler Gesundheitskompetenz

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Ein besonders aktuelles Thema ist die digitale Gesundheitskompetenz. Das Angebot an prinzipiell für jedermann zugängliche Gesundheits-Informationsquellen, Gesundheits-Apps und digital unterstützen Therapie-/Versorgungslösungen ist für Laien wie Experten inzwischen kaum noch überschaubar. Sich in dieser Vielfalt an Informationen und Angeboten sinnvoll orientieren und für die eigene Gesundheit kluge Entscheidungen treffen und spezifische Lösungen nutzen zu können, beschreibt den Kern der digitalen Gesundheitskompetenz.

Für die Anbieter von digitalen Gesundheitsservices wie beispielsweise Krankenkassen und Versorgern ist es aber erfolgsentscheidend, dass ihre Zielgruppen ihre Angebote nicht nur wahrnehmen und ihren Nutzen erkennen, sondern diese dann auch bedienen und dabei inhaltlich verstehen können.

Während diese Herausforderung derzeit intensiv aber eher in abstrakter Form in Fachkreisen diskutiert wird, haben wir einen Ansatz entwickelt, mit dem sich sehr spezifisch und konkret die digitale Gesundheitskompetenz unterschiedlicher Zielgruppen adressieren und wirkungsvoll verbessern lässt.

Erschließung neuer Geschäftsfelder für etablierte Unternehmen

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Sie möchten Ihre Geschäftstätigkeit jenseits Ihres bisherigen Produkt- und Kundenstamms ausweiten. Die Grundherausforderungen ähneln dabei teilweise denen der Startups, mit dem Unterschied, dass Sie über eine etablierte Ressourcenbasis verfügen, auf der Sie zumindest teilweise aufbauen können. Gleichzeitig müssen sie mit der existierenden "Massenträgheit" der bestehenden Organisation umgehen. Bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder kombinieren wir Startuptypische größtmögliche Direktheit und Unbefangenheit mit den existierenden Ressourcenallokationen zur Erzielung einer noch schnelleren Umsetzung.

Markterschließung "Deutschland" durch internationale Unternehmen

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Sie haben erfolgreich ein Geschäft in einem anderen Gesundheitsmarkt aufgebaut – und wollen auf dieser Basis nun auch den hiesigen Markt erschließen. Dabei helfen wir Ihnen zum einen, Ihr existierendes Model an die einzigartigen Rahmenbedingungen des deutschen Gesundheitsmarktes anzupassen und dessen Potential voll auszuschöpfen. Zum anderen identifizieren wir zielsicher mögliche Kooperationspartner mit komplementären Fähigkeiten, die Teilaufgaben schnell übernehmen und Ihnen bei der Überwindung von marktüblichen oder regulativen Zugangsbarrieren helfen können.

Entwicklung und Optimierung von Startup-Business Models

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Als junges Gründungsteam verfolgen Sie eine neue Produktidee oder entwickeln eine innovative Technologie mit Bezug zu Healthcare. Gleichzeitig stellen Sie fest, dass eine erfolgreiche Kommerzialisierung im Gesundheitswesen deutlich schwieriger und langatmiger sein kann, als in "normalen" Märkten. Ein erfolgreiches Geschäftsmodell erfordert hier nicht nur eine reibungslose Überzeugung der gesamten Entscheidungsinstanzen vom Nutzen eines Produkts oder einer Technologie, sondern vor allem auch den Willen des Kostenträgers, hierfür angemessen zur zahlen. Bei der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle bedeutet dies u.a., das wir mit Ihnen die eigentlichen "Entscheider" identifizieren und ihre teils konträren Motivationen berücksichtigen, Preispunkte ableiten, im Bedarfsfall Zugangswege in Erstattungssysteme festlegen und erste Brücken zu den Beteiligten bauen. Und wir verstehen auch, dass Sie als Startup intensive Beratung eigentlich (noch) nicht bezahlen können – deshalb sind wir bereit, mit Ihnen diesbezüglich ins Risiko zu gehen.